Yvonne

Festtage

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Ich wünsche Euch allen ein frohes Fest, eine Zeit voll Licht und Liebe und Frieden. Genießt eine schöne Zeit mit Menschen, die Ihr liebt und gern habt. Als mein kleines Geschenk an Euch, werde ich die nächsten Tage täglich weiterbloggen und den Blog bis Ende Januar auch weiterführen.

© 2016. YVONNE ANDRÄ. All rights reserved

Privileg – Sowjetischer Ehrenfriedhof Belvedere

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Russische Soldaten haben das „Privileg“, in vielen Ländern der Welt „ihr Leben lassen zu dürfen“. Früher auch hier. In Weimar gibt es zwei wunderschön gelegene Ehrenfriedhöfe für Angehörige der Roten Armee. So wird ihnen, wenn schon nicht das Leben, so doch „das Todsein in der Ferne versüßt“. Das Zentrum des Friedhofs ist der Obelisk. In fast direkter Achse Richtung Norden steht noch ein Obelisk, direkt an der Kreuzung, an welcher die Blutstraße zur Gedenkstätte Buchenwald führt. Dass auch dieser einen Bezug zu russischen Soldaten hat, ist klar. Heute sterben die russischen Soldaten auf anderen Schlachtfeldern in der Welt. Das Sterben bleibt also ihr unbeneidetes „Privileg“. Ob sie auch in schöner Lage bestattet und geehrt werden, ist derzeit ungewiss. Entscheiden werden das die zukünftigen Sieger.

Der Belvederer Friedhofsbesuch – ein Wunsch von Petra

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Verteidigungsbereitschaft – Schubertstraße

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Bis 1945 wurde an diesem Ort gebacken und Brot und Kuchen verkauft. Eine Bombe setzte dem ein Ende, dem Haus und dem Verkaufen nachhaltig, dem Backen nicht. Das nämlich findet, allerdings reduziert auf nur eine Zutat, auch weiter hier statt. Damit das so bleibt, bewacht Tag und Nacht eine Armada an waffentragenden Räubern den Ort, selbst wenn die kleinen Sandkuchenbäcker nur am Tag und nur bei schönem Wetter tätig sind. Die Räuber wissen eben: sicher ist sicher.

Der Schubertstraßen-Besuch – ein Wunsch von Till

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Gemütlichkeit – Gutenbergstraße

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Der Dezember, der Monat des wenigen Lichts, hat es schwer, die Menschen bei Laune zu halten. Zum Glück gibt es mit Weihnachten, ein wahres Licht-Anbetungs-Fest. Den Beweis treten die Fenster der Stadt an. Auf den Straßen der Stadt hingegen steht es mit der Anbetung des Lichts, allerdings nicht nur im Dezember, etwas mau aus. Auf jeden Fall ist es damit immer schon vor der Helligkeitsdämmerung vorbei. Aber man kann es auch anders kuschelig und heimelig machen. In der Gutenbergstraße kann man sich dazu eine interessante Möglichkeit anschauen und dann auch begreifen, wozu viel Autoverkehr wirklich gut ist. Hier sorgen nämlich die Fußgänger-Verkehrssicherheitsanlagen für das Quentchen Gemütlichkeit. Vielleicht müssen wir uns jetzt doch mehr Autoverkehr in der Stadt wünschen.

Der Gutenbergstraßen-Besuch – ein Wunsch von Lilli

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Nebelbänke – Mahnmal Gedenkstätte Buchenwald

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Nebelbänke lieben den Ettersberg. Sie umhüllen das Mahnmal. Anscheinend lassen sich aber seit einiger Zeit auch Nebelbänke in den Köpfen so mancher Leute nieder. Besonders wenn es um Anstand und Mitmenschlichkeit geht. Wohin die gleichen Nebelbänke in den Köpfen unserer Vorfahren geführt haben, kann man sich in der Gedenkstätte Buchenwald anschauen. Man muss dafür aber nicht extra hinfahren, man kann auch einfach mal sein Herz befragen. Und dann dafür kämpfen, dass wir uns die Mitmenschlichkeit bewahren, sich Geschichte nicht wiederholt und unsere Nachkommen nicht irgendwann ein zweites Denkmal für die Aufrechten unserer Zeit auf dem Ettersberg errichten müssen.

Der Gedenkstätte Buchenwald-Besuch – ein Wunsch von Doreen

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Seitenwechsel – Tempelherrenhaus

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Der Nachbar hat das größere Auto, die Kollegin den schickeren Schreibtisch, der Freund die schönere Ehefrau. Immer, einfach immer steht jemand anderes auf der Sonnenseite des Lebens. Das Tempelherrenhaus könnte da durchaus mitklagen, denn nur eine Seite hat die Sonne. Zumindest am Morgen. Doch auch historisch betrachtet, hat das Tempelherrenhaus schon Sonnen- und Schattenseiten gesehen. Als Ruine schließlich im Schattenzustand angelangt, wurde sie zugleich zur pittoresken Mahngestalt. Will man selber so etwas nicht werden, sollte man die eigenen Sonnenseiten in Augenschein nehmen. Das würde vermutlich allen gut zu Gesicht stehen.

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Das Ende der Zwangspause ist in Sicht – Ochsenauge

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Ihr treuen Besucher. Die Gesundung ist auf dem Wege. Ich denke, es wird diese Woche endlich Neues geben können. Aber damit Ihr nicht ganz umsonst vorbeischaut, hier für Euch ein Bild aus den letzten Novembertagen, allerdings ohne Text. Damit habe ich dann alle Park-Besuchs-Wünsche erfüllt und Antjes zweiter Wunsch kommt dann mit Text.

Der Ochsenauge-Besuch – ein Wunsch von Antje

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Im Bett mit Viren und Bakterien

Ja, Ihr habt nix Neues lesen und beschauen können, aber seit sieben Tagen ist mir das Bett bedauerlicherweise ein besserer Freund als die Stadt, die ich liebe. Sobald ich wieder in der Lage bin, mich morgens der Kälte entgegenzustellen, wird der Blog wieder geführt. Da ich das es in letzter Zeit öfter aus beruflichen Gründen nicht ganz so regelmäßig geschafft habe, habe ich mich entschieden, statt am 31.12. aufzuhören, nun bis in den Januar hinein zu bloggen. Dass das überhaupt möglich ist, verdanke ich und verdankt zugleich Ihr, als Blogbesucher, der Stadt Weimar und der Wohnstätte Weimar. Ohne beider Förderung wäre das nicht möglich gewesen. Deshalb hier noch mal ein großer Dank an diejenigen, die meine Arbeit wertschätzen und deshalb auch unterstützen.

Herbergsbereitschaft – Platz der Demokratie II

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Als herzogliches Reithaus gestartet, beherbergte dieses Haus einstmals in zwei Räumen das Bauhaus, war Verwaltungsgebäude, Haus der Pioniere, Theaterbühne, Kinderbüro, Lehr- und Jugendbegegnungsstätte und mehr. Und heute? Vielleicht ist im Gedächtnis des Hauses die oft in ihm ausgerufene Parole der Jungpioniere „Seid bereit!“ – „Immer bereit!“ gespeichert.  Wofür auch immer ist noch unklar, doch augenscheinlich hat jede Zeit ihre eigene Verwendungsvorstellung für das Reithaus. Jetzt wo wir in angeblich postfaktischen Verhältnissen leben und populistische rechte Parolen an Akzeptanz zunehmen, sollte man das Haus im Auge haben. Denn die Beherbergung gesellschaftlicher Entwürfe scheint es magisch anzuziehen.

Der Platz-der-Demokratie-Besuch – ein Wunsch von Katharina

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Chancenlosigkeit – Park an der Ilm II

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„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.“ Wer das Shakespeare-Denkmal im Park sucht und auf diese Gestalt stößt, könnte sich diese Frage durchaus stellen. Denn die winterfeste Behausung des Dichters verschleiert sein Sein. Widerstand ist zwecklos, soll der Schutz doch seinem weiteren Sein dienen. Goethe und Schiller hingegen dürfen auch winters ohne Verhüllung ihr Sein auf dem Theaterplatz präsentieren. Ihr Nichtsein kann sich Weimar nicht leisten, dreht sich doch alles in der Stadt um die beiden. Zurzeit sogar noch wilder als sonst. Denn andere Chancen als ein Umkreisen der Dichter haben die Läufer auf der Eisbahn rund ums Denkmal nicht. So erobern Goethe und Schiller auf geschickte Weise auch die Herzen der Kinder und Sportler, Shakespeare hat da keine Chance.

Der Park-an-der-Ilm-Besuch – ein Wunsch von Simona

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